Ludwig-Derleth-Realschule
Gerolzhofen

In Acht und Bann – ein Besuch auf der Wartburg bei Eisenach

Luthers Übersetzung des Neuen Testaments während der Schutzhaft durch seinen Landesherrn Friedrich den Weisen auf der Wartburg in den Jahren 1521 bis 1522

 

Und wieder war es so weit: Bei herrlichem Herbstwetter machten sich 79 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Ludwig-Derleth Realschule in Gerolzhofen am 27. Oktober per Bus auf zur Wartburg nach Eisenach. Nach einem treppenreichen Aufstieg fanden sie sich zusammen mit Ihren 4 Lehrkräften aus dem evangelischen und katholischen Religions-Unterricht im Burghof der Wartburg wider. Von dort aus ging es zu einer dreiviertelstündigen Führung durch die Gewölbe und Zimmer der Wartburg. Dabei erklärten die Führer den historischen Ort von seiner Entstehung und Gründung durch Ludwig den Springer, den Sängerstreit, den Aufenthalt Martin Luthers in den Jahren 1521/22, bis hin zur Gegenwart.

Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler das Museum in Augenschein nehmen, in dem sich z.B. die Laute Luthers befand, mit der er wohl manches Lied, das er selbst dichtete und komponierte, begleitete. Ebenso fanden sich Bilder seiner Vorfahren Hans und Margarete Luder, wie Martin ursprünglich genannt wurde. Den Abschluss bildete der Besuch der Lutherstube, in der Martin während seines zwangsweisen Aufenthalts auf der Wartburg an der Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Griechischen ins Deutsche gearbeitet hatte. Zwar ist der legendäre Tintenfleck nicht mehr zu sehen, der angeblich Luthers Kampf mit dem Teufel belegen und der durch den Wurf seines Tintenfasses nach ihm dort zu Bruch gegangen sein soll, doch ob er überhaupt je von Luther stammte, muss angezweifelt werden.

Vorbei an dem reichgefüllten Wartburgkiosk, in dem man sich mit Büchern und Erinnerungstücken zu Luther und seiner Zeit eindecken konnte (Wer nicht ohne Luther leben kann, der stellt sich eine Luthertasse "all Morgen" auf den Tisch oder versüßt sich den Tag mit "Lutherschokolade"!), ging es wieder hinunter zum Busparkplatz und von dort aus in die Stadt Eisenach, wo Zeit war, in den "Konsumtempeln neuerer Zeit" sein hartverdientes Taschengeld umzusetzen und sich zu stärken.

 

Pfarrer Jugl